Die pädiatrische Veterinärdermatologie ist ein Gebiet, in dem diagnostische Sorgfalt und therapeutische Vorsicht unerlässlich sind. Welpen und Kätzchen, deren Immunsystem und Haut noch reifen, zeigen klinische Bilder, die sich deutlich von denen erwachsener Tiere unterscheiden. Auf dem letzten ESVD-Kongress in Bilbao ging unsere Kollegin Ana Oliveira ausführlich auf die Besonderheiten der pädiatrischen Dermatologie bei Welpe und Kätzchen ein, sowohl diagnostisch als auch therapeutisch.
Bei diesen jungen Patienten findet sich ein bemerkenswert breites Spektrum dermatologischer Erkrankungen: Infektionskrankheiten durch Pilze oder Bakterien, Parasitenbefall, immunvermittelte Dermatosen und angeborene Störungen des Bindegewebes. Jede dieser Entitäten erfordert ein angepasstes diagnostisches Vorgehen und durchdachte therapeutische Entscheidungen, die den Einschränkungen durch Alter, Gewicht und Rasse des Tieres Rechnung tragen.
Die erste Anamnese: die unverzichtbaren Fragen
Die Herkunft des Tieres und der Zusammenhang, in dem die Läsionen auftraten
Jede pädiatrische dermatologische Konsultation beginnt mit einer sorgfältigen Anamnese, von der einige Elemente einen diagnostischen Wert ersten Ranges haben. Die Herkunft des Tieres ist die allererste zu erfragende Information: Ein Welpe oder Kätzchen aus einer Zucht ist nicht denselben epidemiologischen Risiken ausgesetzt wie ein im Tierheim adoptiertes Tier. In Gemeinschaftseinrichtungen begünstigen die Tierdichte und die hygienischen Bedingungen die Übertragung zahlreicher Erreger, seien es Pilze, Bakterien oder Parasiten.
Auch das Alter beim Auftreten der ersten klinischen Zeichen ist ein zentrales Element. In der Praxis stellen die Besitzer das Tier oft erst mehrere Wochen oder sogar Monate nach Beginn der Beschwerden vor, was die Interpretation der beobachteten Läsionen manchmal erschwert und über den tatsächlichen zeitlichen Verlauf der Erkrankung täuschen kann. Der Tierarzt muss stets versuchen, diesen Verlauf genau zu rekonstruieren, indem er gezielt nach den ersten beobachteten Erscheinungen, ihrer ursprünglichen Lokalisation und ihrer Entwicklung im Laufe der Zeit fragt. Diese Rekonstruktion ist umso wichtiger, als manche pädiatrischen Erkrankungen, insbesondere Dermatophytosen und Parasitenbefall, mehrere Wochen still verlaufen können, bevor die Läsionen klinisch sichtbar werden.
Der Befall der Wurfgeschwister
Die Frage nach dem Befall der anderen Tiere des Wurfs ist bei parasitären und infektiösen Erkrankungen von besonderer Bedeutung. Eine gleichzeitige Ansteckung mehrerer Tiere desselben Wurfs spricht stark für eine ansteckende Ursache und sollte zur Untersuchung aller möglicherweise exponierten Individuen führen, seien es andere Haustiere oder in manchen Fällen die Personen des Haushalts. Diese epidemiologische Information ist entscheidend, nicht nur für die Diagnose, sondern auch für den Umfang der zu ergreifenden therapeutischen und prophylaktischen Maßnahmen. Bei manchen Erkrankungen mit hohem zoonotischem Potenzial, wie der Dermatophytose durch Microsporum canis, gehört die Aufklärung der Besitzer über das Übertragungsrisiko auf den Menschen fest zur Behandlung.
Dermatophytosen bei jungen Patienten
Klinisches Bild und Variabilität der Läsionen
Die Dermatophytose ist eine der häufigsten Infektionskrankheiten bei Welpen und Kätzchen. Ihr klinisches Bild ist jedoch verwirrend vielfältig, was ständige diagnostische Wachsamkeit erfordert. Die klassisch beschriebene Läsion, ein kreisrunder Haarverlust mit unterschiedlich starker Schuppung, ohne nennenswerten Juckreiz, ist zwar das typischste Bild, aber keineswegs die Regel. Als klinisches Beispiel kann eine drei Monate alte Französische Bulldogge mit kreisrunden alopezischen Stellen, unterschiedlicher Schuppung und ohne Juckreiz an Schulter, Achsel und Kopf vorgestellt werden. Bei diesem Bild umfasst die Differenzialdiagnose Dermatophytose, bakterielle Follikulitis und Demodikose, was sofort eine Basisuntersuchung rechtfertigt.
Beim Kätzchen, insbesondere bei Langhaarrassen wie der Perserkatze, kann die Schuppung als einziges Zeichen ohne erkennbaren Haarverlust auftreten. In diesen Situationen besteht die Gefahr, dass die Erkrankung vom Besitzer oder sogar von einem wenig erfahrenen Tierarzt zu Unrecht verharmlost wird, der das schuppige Fell einer mangelnden Pflege oder einer ungeeigneten Fütterung zuschreibt. Eine generalisierte Schuppung bei einer jungen Katze kann jedoch auf eine diffuse Dermatophytose hinweisen, deren zoonotisches und ansteckendes Potenzial real ist: Das Tier kann die Infektion auf andere Tiere des Haushalts und auf Menschen in engem Kontakt übertragen.
Auch beim Hund gibt es atypische Erscheinungsformen, insbesondere als Kerion, eine nässende knotige Läsion, die histologisch einem eitrigen neutrophilen Infiltrat mit Makrophagen und Pilzhyphen entspricht, oder als pustulöse und krustige Dermatitis. Bei einer auf Antibiotika nicht ansprechenden pustulös-krustigen Dermatitis muss unbedingt an eine Dermatophytose durch eine andere Art als Microsporum canis gedacht werden. Diese Wachsamkeit ist umso wichtiger, als andere, seltenere Dermatophytenarten irreführende klinische Bilder erzeugen können und ihre Identifizierung eine vollständige Pilzkultur mit morphologischer Untersuchung der Makrokonidien sowie histologische Pilzfärbungen erfordert.
Diagnostische Hilfsmittel: von der Wood-Lampe zur Pilzkultur
Die Basisuntersuchung bei jeder verdächtigen Alopezie eines Jungtieres umfasst das Trichogramm, das tiefe Hautgeschabsel und die Untersuchung mit der Wood-Lampe. Letztere nimmt bei jungen Patienten einen besonderen Platz ein: Sie ist nicht invasiv und zeigt rasch eine für Microsporum canis charakteristische grüne Fluoreszenz an den befallenen Haarschäften. Es ist entscheidend, diese Untersuchung an der gesamten Körperoberfläche durchzuführen und nicht nur an den klinisch sichtbaren alopezischen Stellen. Fluoreszierende Haare können nämlich in makroskopisch normal erscheinenden Bereichen vorhanden sein, etwa um die Augen, an den Rändern der Ohrmuscheln oder am Fang, und so einen ausgedehnteren Befall zeigen, als die klinische Untersuchung allein vermuten lässt. Die mit der Wood-Lampe beobachtete Fluoreszenz zeigt sich als leuchtendes Grün, das gezielt die Haarschäfte und nicht Schuppen oder Krusten betrifft, ein wichtiges Interpretationskriterium, um eine echte Dermatophytenfluoreszenz nicht mit Lichtartefakten zu verwechseln.
Fluoreszierende Haare haben einen doppelten praktischen Nutzen: Ihre gezielte Entnahme verbessert die Qualität des Trichogramms, in dem der Nachweis von Arthrosporen, die manschettenartig um den Haarschaft angeordnet sind, die infektiöse Natur des Befalls bestätigt und eine zufällige Umweltkontamination ausschließt. Dieselben Haare sind auch das beste Material zum Anlegen einer Pilzkultur. Die Verwendung fluoreszierender Haare für Trichogramm und Kultur bietet somit gegenüber einer blinden Probenentnahme einen erheblichen diagnostischen Vorteil, da sie die Wahrscheinlichkeit, den Erreger nachzuweisen, deutlich erhöht.
In der Praxis wird häufig das DTM-Medium (Dermatophyte Test Medium) verwendet: Der Farbumschlag des Mediums von Gelb nach Rot bei gleichzeitigem Wachstum weißlicher Kolonien ist ein Warnsignal, das eine weitere Analyse rechtfertigt. Diese Analyse erfolgt über die morphologische Identifizierung der Makrokonidien, den einzigen Weg, die Zugehörigkeit zu den Dermatophyten zu bestätigen und die verantwortliche Art zu bestimmen. Bei Tieren mit generalisiertem Befall ist das Durchbürsten des gesamten Fells mit einer neuen Zahnbürste vor dem Beimpfen des Nährbodens eine einfache und wirksame Technik, besonders geeignet für diffuse Fälle, bei denen die Zahl der betroffenen Stellen für eine systematische lokale Probenentnahme zu groß ist.
Altersgerechte Behandlungsstrategien
Die Behandlung der pädiatrischen Dermatophytose verbindet topische Maßnahmen und, falls nötig, eine systemische Behandlung. Das Scheren des Fells, lange empfohlen, wird heute wegen des Risikos der Sporenverbreitung bei dem Eingriff mit Vorsicht betrachtet. Die Verstärkung der Umgebungshygiene bleibt dagegen unverzichtbar, mit regelmäßiger Dekontamination von Oberflächen, Liegeplätzen und Gegenständen, die mit dem Tier in Kontakt kommen.
Topisch wurden Bäder mit Schwefelkalk lange eingesetzt und sind für ihre Wirksamkeit und ihr zufriedenstellendes Sicherheitsprofil anerkannt. Da ihre Verfügbarkeit jedoch von Land zu Land schwankt, sind Enilconazol 0,2 % oder ein Shampoo mit Chlorhexidin und Miconazol gültige und in den meisten europäischen Ländern gut zugängliche Alternativen.
Ist eine systemische Behandlung nötig, insbesondere bei generalisierten Formen oder um die Übertragung auf Wurfgeschwister und Besitzer zu verhindern, kann Itraconazol bei Kätzchen über einem Kilogramm Körpergewicht oder älter als sechs Wochen verschrieben werden. Beim Welpen erfolgt sein Einsatz außerhalb der Zulassung, was die Aufklärung des Besitzers und die Dokumentation der klinischen Entscheidung in der Krankenakte des Tieres erfordert. Diese Transparenz ist wesentlich, um ein Vertrauensverhältnis zum Besitzer aufzubauen und die rechtlichen Vorgaben für die Umwidmung in der Tiermedizin einzuhalten.
Bakterielle Hautinfektionen: Follikulitis und Impetigo
Klinische Unterschiede und diagnostische Bedeutung
Oberflächliche bakterielle Infektionen sind ein weiterer häufiger Grund für eine dermatologische Konsultation bei jungen Haustieren. Die Unterscheidung zwischen bakterieller Follikulitis und Impetigo hat eine klinische Bedeutung, die über die bloße Einordnung hinausgeht, denn sie bestimmt unmittelbar die Suche nach einer zugrunde liegenden Ursache.
Die bakterielle Follikulitis ist durch eine Infektion innerhalb des Haarfollikels gekennzeichnet. Die entstehenden Pusteln sind klein und in ihrer Mitte von einem Haar durchbohrt, ein pathognomonisches Zeichen, wenn es vorhanden ist. Man beobachtet außerdem runde Läsionen mit peripherem Erythem und zentraler Hyperpigmentierung, die auf einen bereits länger bestehenden Verlauf hinweisen. Bevorzugt betroffen sind der Bauch und die Innenseite der Hintergliedmaßen. Dieses Bild wird manchmal zufällig entdeckt, etwa bei einer präoperativen Untersuchung: Eine junge Hündin, die für eine Kastration vorbereitet wird, kann nach dem Scheren zahlreiche Papeln und Pusteln am Bauch und an der Innenseite der Hinterbeine zeigen, hier und da mit einer typischen Pustel, aus deren Mitte genau ein Haar herausragt. In diesem Zusammenhang muss stets nach einer zugrunde liegenden Ursache gesucht werden: Eine Demodikose, eine Futtermittel- oder Umwelthypersensibilität können das Terrain bilden, das die bakterielle Vermehrung begünstigt.
Die Impetigo unterscheidet sich durch die intraepidermale Lokalisation der Infektion, die größere Pusteln erzeugt. Anders als die Follikulitis tritt die Impetigo meist ohne erkennbare Grundursache auf und betrifft bevorzugt gesunde Welpen. Die Zytologie beider Entitäten zeigt ein neutrophiles Infiltrat mit Kokken, intra- oder extrazellulär je nach Grad der Phagozytoseaktivität. Diese zytologische Ähnlichkeit unterstreicht die Bedeutung der klinischen Beurteilung zur Unterscheidung beider Entitäten, insbesondere anhand der Größe der Pusteln und ihrer Beziehung zum Haarfollikel.
Therapeutische Ausrichtung
Die Impetigo kann ausschließlich topisch behandelt werden: Die lokale Anwendung von Chlorhexidin reicht im Allgemeinen aus, um die Infektion ohne systemische Antibiotika zu beseitigen. Auch bei der bakteriellen Follikulitis genügt die topische Behandlung in den meisten Fällen, vorausgesetzt, die prädisponierende Ursache wird erkannt und behoben. Systemische Antibiotika sind Situationen vorbehalten, in denen die topische Behandlung allein unzureichend oder nicht durchführbar ist, um das Risiko der Selektion bakterieller Resistenzen zu begrenzen, ein Problem von wachsender Bedeutung in der Tier- wie in der Humanmedizin.
Die juvenile Zellulitis: eine Dermatose immunologischen Ursprungs
Klinisches Bild und diagnostische Kriterien
Die juvenile Zellulitis ist eine typische Hauterkrankung von Welpen im Alter von etwa drei Wochen bis vier Monaten. Das klinische Bild beginnt typischerweise mit einem akuten Gesichtsödem, vorwiegend um Augen und Nase, rasch begleitet von Pusteln und mehr oder weniger ausgeprägter Exsudation. Hautläsionen können auch in der Perianalregion auftreten, doch diese Lokalisation ist weniger konstant, und der Gesichtsbefall bleibt das Hauptleitsymptom.
Das charakteristischste und wohl für die Diagnose nützlichste klinische Zeichen ist die Vergrößerung der Mandibularlymphknoten, deren Hypertrophie spektakulär und im Verhältnis zur Größe des Tieres unverhältnismäßig sein kann. Dieses Zeichen, zusammen mit der vorwiegenden Gesichtslokalisation und der betroffenen Altersgruppe, muss den Tierarzt aufmerksam machen und sofort zu dieser Diagnose führen.
Zytologisch zeigt der Inhalt der Läsionen ohne bakterielle Sekundärinfektion ein steriles pyogranulomatöses Exsudat aus Neutrophilen und Makrophagen ohne Bakterien. Dieses Entzündungsprofil weist auf eine Immundysregulation hin, die am häufigsten angenommene, aber noch nicht endgültig bewiesene ätiopathogenetische Hypothese. Eine genetische Prädisposition wurde aufgrund der Rasseverteilung der Erkrankung und des manchmal gleichzeitigen Befalls mehrerer Tiere eines Wurfs vermutet, was ein zusätzliches epidemiologisches Argument für eine erbliche Komponente darstellt.
Behandlung
Das Ansprechen auf eine immunmodulierende Behandlung ist in der Regel rasch und stellt selbst ein nachträgliches diagnostisches Argument dar. Prednisolon über zwei bis vier Wochen ist das Referenzprotokoll. Eine topische antiseptische Behandlung mit Chlorhexidin wird stets hinzugefügt, um bakteriellen Sekundärinfektionen vorzubeugen, deren Auftreten den Verlauf erschweren und Narben hinterlassen könnte, die das Aussehen des Tieres dauerhaft beeinträchtigen. Die Vorbeugung dieser Narben ist übrigens einer der Hauptgründe, sofort nach der Diagnose zu handeln.
Ektoparasitosen: Cheyletiella, Sarkoptesräude und Demodikose
Cheyletiellose
Cheyletiella spp. ist eine Oberflächenmilbe, deren Anwesenheit eine diffuse Schuppung verursacht, oft verbunden mit Juckreiz unterschiedlicher Stärke. Diese Milben, gekennzeichnet durch krallenförmige Haken und unter dem Lichtmikroskop sichtbar, lassen sich durch ein oberflächliches Geschabsel oder einen Klebebandabklatsch nachweisen. Die direkte mikroskopische Untersuchung erlaubt eine leichte Identifizierung ihrer typischen Morphologie.
Sarkoptesräude
Die Sarkoptesräude äußert sich durch starken, oft schweren Juckreiz mit Hautexkoriationen und einem positiven Ohr-Pfoten-Reflex bei der klinischen Untersuchung. Die Ränder der Ohrmuscheln sind klassischerweise betroffen und zeigen charakteristische papulös-krustige Läsionen. Die Zytologie dieser Papeln zeigt typischerweise Eosinophile als Zeichen einer Hypersensibilitätsreaktion gegen die Milbe. Ein oberflächliches Hautgeschabsel kann den Nachweis von Sarcoptes scabiei ermöglichen, doch ihre Dichte ist manchmal gering und die Sensitivität dieser Untersuchung begrenzt, sodass ein negatives Ergebnis nicht ausreicht, um die Diagnose auszuschließen.
Die Isoxazoline, deren Zulassung inzwischen die Behandlung der Sarkoptesräude umfasst, haben die Behandlung dieser Erkrankung erheblich vereinfacht. Ihre hohe Wirksamkeit und ihr zufriedenstellendes Verträglichkeitsprofil machen sie bei jungen Patienten zur Behandlung der Wahl und bieten eine deutlich bequemere Alternative zu den alten Protokollen mit Amitraz oder injizierbarem Ivermectin, die bei Jungtieren mehr Einschränkungen und potenzielle Risiken mit sich brachten.
Juvenile Demodikose
Die juvenile Demodikose tritt in zwei klinischen Formen auf, deren prognostische Bedeutung sich deutlich unterscheidet. Die lokalisierte Form, gekennzeichnet durch einige fokale alopezische Stellen, vorwiegend um Augen und Nase oder an den distalen Gliedmaßen, heilt meist spontan ab und erfordert nicht immer eine spezifische Behandlung. Die generalisierte Form ist dagegen eine schwere Erkrankung, die die gesamte Körperoberfläche betreffen kann, mit ausgedehnter Alopezie, Hyperkeratose, Hyperpigmentierung und häufig einer begleitenden oberflächlichen bakteriellen Sekundärinfektion, die sich durch Pusteln und eine charakteristische bläuliche Hyperpigmentierung zeigt, gut sichtbar an der Bauchhaut wenig pigmentierter Tiere.
Als Beispiel kann eine im Alter von zwei Monaten erworbene Französische Bulldogge mit anfangs unbemerktem Haarverlust zum Zeitpunkt der Konsultation, manchmal mehrere Monate nach Beginn der Erkrankung, eine schwere generalisierte Demodikose am ganzen Körper entwickelt haben. Das dann beobachtete klinische Bild ist eindrucksvoll: nahezu fehlendes Fell an großen Flächen, ausgeprägte Hyperkeratose, diffuse Hyperpigmentierung und oberflächliche bakterielle Follikulitis am Bauch, mit den charakteristischen Pusteln und der typischen bläulichen Hyperpigmentierung, die die mit chronischer Demodikose verbundenen Pyodermien begleitet.
Die Diagnose beruht auf dem tiefen Hautgeschabsel, das Demodex-Milben in großer Zahl in den Haarfollikeln nachweist. In schwer zugänglichen Bereichen, insbesondere um die Augen, bietet das Trichogramm, durch sorgfältiges manuelles Auszupfen der Haare gewonnen, eine praktische und wirksame Alternative. Das Aufbringen eines Klebebandes auf die zusammengedrückte Haut ist ein dritter Ansatz, besonders nützlich bei wenig kooperativen Patienten oder an Stellen, an denen das Geschabsel technisch schwierig ist.
Die Einführung der Isoxazoline hat die Behandlung der generalisierten Demodikose grundlegend verändert. Vor ihrer Verfügbarkeit stellten schwere Formen dieser Erkrankung echte therapeutische Herausforderungen dar, insbesondere bei Welpen brachyzephaler Rassen. Heute werden mit diesen Wirkstoffen regelmäßig vollständige klinische Remissionen erreicht, belegt durch zwei aufeinanderfolgende negative Hautgeschabsel im Abstand von zwei Wochen. Dieses Heilungskriterium, die vollständige klinische Remission zusammen mit zwei aufeinanderfolgenden negativen Geschabseln, muss streng eingehalten werden, bevor ein Absetzen der Behandlung erwogen wird, um Rückfälle zu vermeiden. Eine regelmäßige Überwachung der behandelten Patienten bleibt dennoch unerlässlich, und die Häufigkeit der Kontrollen muss an den anfänglichen Schweregrad und den klinischen Verlauf jedes Tieres angepasst werden.

Juvenile Demodikose
Hauthypersensibilitäten beim Welpen
Futtermittelunverträglichkeit: diagnostisches Vorgehen und Eliminationsprotokoll
Sind infektiöse und parasitäre Ursachen ausgeschlossen, muss anhaltender Juckreiz bei einem Welpen an eine Hypersensibilität denken lassen. Die Futtermittelunverträglichkeit kann sehr früh, bereits ab dem vierten Lebensmonat, auftreten, mit Juckreiz vor allem an Bauch, Zwischenzehenräumen und Achseln. Erythem, Exkoriationen und bei längerem Verlauf eine zunehmende Hyperpigmentierung sind die üblichen Hautzeichen. So kann ein Welpe mit einem Bauchjuckreiz vorgestellt werden, der im Alter von vier Monaten begann, zusammen mit Exkoriationen, diffusem Erythem, einer gewissen Hyperpigmentierung als Zeichen der Dauer der Beschwerden und einem ausgeprägten interdigitalen Erythem.
Die Eliminationsdiät ist der diagnostische Referenztest. Ihre Durchführung beim Welpen erfordert die Berücksichtigung von Alter, Gewicht und Rasse, um ein Futter zu wählen, das den besonderen Nährstoffbedürfnissen eines wachsenden Organismus entspricht. Ein sechs Monate alter Yorkshire Terrier erreicht seine Erwachsenengröße relativ schnell, was die Auswahl an Futtermitteln erweitert, während eine gleichaltrige Deutsche Dogge bis zu einem Alter von etwa anderthalb Jahren weiterwächst, was strengere ernährungsphysiologische Vorgaben mit sich bringt. Die Hersteller tierärztlicher Diäten auf Basis hydrolysierter oder neuer Proteine können befragt werden, um die Eignung des geplanten Produkts für die Bedürfnisse des Tieres zu bestätigen. Bei Zweifeln an der Ausgewogenheit einer selbst zubereiteten Ration mit einem neuen Protein empfiehlt es sich, einen tierärztlichen Ernährungsspezialisten hinzuzuziehen, um die Ausgewogenheit der Diät zu sichern und Mängeln vorzubeugen, die die Entwicklung des Jungtieres gefährden könnten.
Die empfohlene Mindestdauer der Eliminationsdiät beträgt im Durchschnitt acht Wochen, wobei manche Patienten zehn bis zwölf Wochen benötigen, um eine deutliche klinische Besserung zu zeigen. Bei teilweiser oder vollständiger Besserung ist ein Provokationstest durch Wiedereinführung des ursprünglichen Futters notwendig, um die Diagnose zu bestätigen. Reproduziert dieser Test die klinischen Zeichen, ist die Diagnose einer Futtermittelunverträglichkeit bestätigt. Bleibt die Besserung aus oder nur teilweise nach korrekt durchgeführter Diät, muss eine atopische Dermatitis in Betracht gezogen werden.
Atopische Dermatitis durch Aeroallergene: eine immer früher diagnostizierte Entität
Die atopische Dermatitis durch Aeroallergene ist eine komplexe, multifaktorielle entzündliche Hauterkrankung, die aus dem Zusammenspiel von Störungen der epidermalen Barriere, einer fehlgeleiteten Immunantwort auf Umweltallergene und einer rassebedingten genetischen Prädisposition entsteht. Umweltmilben, Pollen und Schimmelpilze sind die am häufigsten beteiligten Allergenquellen.
Auf eine atopische Dermatitis hinweisende klinische Zeichen können bereits in den ersten Lebensmonaten auftreten, insbesondere bei stark prädisponierten Rassen wie der Französischen Bulldogge. Ein Erythem der Achselfalten, der Zwischenzehenräume, der Augen- und Maulumgebung sowie des Bauches bildet das klassische Bild. Bei Welpen deuten die Besitzer diese Verhaltensweisen, wie wiederholtes Pfotenlecken oder Kratzen am Bauch, manchmal als normales Spielverhalten, was die Konsultation verzögert. Das schleichende Fortschreiten der Läsionen alarmiert jedoch schließlich aufmerksame Beobachter, wenn das Erythem zunimmt, die Kratzläsionen zahlreicher werden und sich das Juckverhalten dauerhaft im Alltag des Tieres festsetzt. Eine Französische Bulldogge, die bereits mit acht Monaten die Pfoten leckt und sich am Bauch kratzt, mit Erythem an Achseln, Zwischenzehenräumen, um Augen und Maul sowie am Bauch, ist ein typisches Beispiel für dieses frühe klinische Bild, das unverzüglich ein strukturiertes diagnostisches Vorgehen erfordert.

Die atopische Dermatitis kann bei manchen Rassen sehr früh beginnen
Therapeutisches Vorgehen beim atopischen Welpen: reaktive Phase und proaktive Strategie
Die Behandlung der atopischen Dermatitis beim Welpen erfordert zwei sich ergänzende Interventionsebenen: eine reaktive Therapie, die den Juckreiz rasch kontrolliert, und einen proaktiven Ansatz, der das Wohlbefinden der Haut langfristig erhält.
Reaktive Therapie
Lokivetmab ist beim Welpen die systemische Behandlung der ersten Wahl, weil es ohne Mindestalter zugelassen ist. In Europa monatlich subkutan verabreicht, zeigt es, wie beim erwachsenen Hund, ein von Tier zu Tier unterschiedliches Ansprechen und kann je nach Fall ganz oder teilweise wirksam sein. Diese individuelle Variabilität ist eine klinische Realität, die bei der Aufklärung des Besitzers vorweggenommen werden sollte, um Enttäuschungen zu vermeiden und die Therapietreue auch bei unvollständigem anfänglichem Ansprechen zu erhalten. Ergänzend kann Prednisolon über kurze Zeiträume, einmal täglich verabreicht, eingesetzt werden, um schwere Juckreizschübe zu kontrollieren. Bei einem wachsenden Organismus ist Vorsicht geboten, da dessen körperliche Entwicklung und Immunreifung theoretisch durch eine längere Kortikosteroidtherapie beeinträchtigt werden könnten, auch wenn kurze Kuren im Allgemeinen gut vertragen werden. Dieser Aspekt erfordert ein offenes Gespräch mit dem Besitzer, mit dem Hinweis, dass die Behandlung, wenn sie nötig ist, so kurz wie möglich gehalten werden muss.
Hydrocortisonaceponat in täglicher topischer Anwendung ist eine interessante Alternative für lokalisierte juckende Bereiche wie Zwischenzehenräume oder Bauch. Seine Wirksamkeit bei umschriebenen Entzündungsherden ist zufriedenstellend, sofern die Behandlung wegen des Risikos einer Hautatrophie nicht übermäßig verlängert wird. Ergänzende topische Behandlungen, wie Spot-ons, Schäume, Chlorhexidin- oder Feuchtigkeitstücher, werden von Welpen gut vertragen und tragen aktiv zur Symptomkontrolle bei, besonders wenn Bäder nicht regelmäßig durchgeführt werden können. Diese Darreichungsformen haben den Vorteil, für Besitzer einfach anwendbar zu sein, was die Therapietreue fördert, wenn regelmäßige Bäder schwer einzuhalten sind.
Vorrangiges Ziel der reaktiven Therapie ist es, den Juckreiz zu stoppen und dem Tier sofortige Linderung zu verschaffen. Es ist möglich und oft wünschenswert, mehrere dieser Ansätze zu kombinieren, um dieses Ziel zu erreichen. Ein feuchtigkeitsspendendes Bad, bei Bedarf kombiniert mit einem Chlorhexidinshampoo bei gleichzeitiger Dysbiose oder oberflächlicher Pyodermie, ergänzt die medikamentöse Behandlung sinnvoll. Sind häufige Bäder nicht möglich, bieten Spot-ons, Schäume und Tücher praktische Alternativen, um zwischen den Bädern eine günstige Wirkung auf die Hautbarriere zu erhalten.
Proaktive Strategie
Langfristig, und besonders bei Rassen mit starker atopischer Prädisposition, muss eine proaktive Strategie eingeführt werden, sobald die Entzündungsschübe beherrscht sind. Die Ergänzung mit essenziellen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren oder die Wahl eines natürlich daran reichen Futters trägt zur Erhaltung der Hautbarriere und zur Verringerung der Grundentzündung bei. Antihistaminika, deren juckreizstillende Wirkung als begrenzt gilt, können beim Welpen dennoch als unterstützende Behandlung eingesetzt werden. Palmitoylethanolamid, ein Mastzellhemmer mit leichter juckreizstillender Wirkung, kann in jedem Alter eingeführt werden; da es allmählich wirkt, gehört es zur Basistherapie und nicht zur Krisentherapie, und seine frühe Einführung im Behandlungsverlauf des atopischen Welpen kann dazu beitragen, Intensität und Häufigkeit der Entzündungsschübe langfristig zu verringern. Bäder mit einem feuchtigkeitsspendenden Shampoo, bei Bedarf kombiniert mit einem Chlorhexidinshampoo bei gleichzeitiger Dysbiose oder oberflächlicher Pyodermie, sind eine Säule der Erhaltungsbehandlung und sollten auch außerhalb der Schübe regelmäßig fortgeführt werden.
Altersgrenzen für systemische Behandlungen
Die Mindestaltersgrenzen der wichtigsten verfügbaren immunmodulierenden Wirkstoffe müssen strikt eingehalten werden: Ciclosporin ist ab sechs Monaten einsetzbar, Oclacitinib ab einem Jahr, die Immunozytokine ab einem Jahr und die allergenspezifische Immuntherapie ab sechs Monaten. Vor Beginn einer Immuntherapie muss eine allergologische Untersuchung, Intrakutantest oder Bestimmung der Serum-IgE, erfolgen, vorzugsweise nach dem ersten Lebensjahr. Zu früh durchgeführte Tests laufen nämlich Gefahr, nicht alle spezifischen IgE im Serum zu erfassen, sei es, weil die Sensibilisierung unvollständig ist, sei es, weil der Welpe noch nicht allen saisonalen Allergenen ausgesetzt war. Ein Jahr zu warten gewährleistet somit eine vollständige Exposition gegenüber den verschiedenen Jahreszeiten und optimiert den diagnostischen Wert des Tests, sodass eine fundierte Entscheidung über die Immuntherapie auf Grundlage eines wirklich repräsentativen allergologischen Profils getroffen werden kann.
Spezifische Hauterkrankungen des Kätzchens
Proliferative und nekrotisierende Otitis externa
Die proliferative und nekrotisierende Otitis externa ist eine seltene klinische Entität, die ausschließlich beim Kätzchen beschrieben ist, meist im Alter von zwei bis sechs Monaten. Sie äußert sich durch gut abgegrenzte Plaques, bedeckt mit dicken, festhaftenden Krusten, bevorzugt am Eingang des äußeren Gehörgangs, wobei auch Gesichtsbefall, mit runden Plaques an den Lippen, und Skrotalbefall beschrieben wurden. Der begleitende Juckreiz ist von Tier zu Tier unterschiedlich. Die häufigste Komplikation ist eine sekundäre Otitis durch teilweise Verlegung des Gehörgangs durch die krustigen Plaques, was zu Ohrschmerzen und begleitenden Verhaltensänderungen führen kann, die die Besitzer als Reizbarkeit oder erhöhte Berührungsempfindlichkeit am Kopf beschreiben.
Die Ätiopathogenese dieser Erkrankung ist noch wenig geklärt. Es wurden jedoch immunologische Argumente vorgebracht, insbesondere die Beteiligung von CD3-T-Lymphozyten am Entzündungsprozess, was auf eine lokal vermittelte fehlgeleitete Immunantwort hindeutet. Bei manchen Patienten ist eine spontane Abheilung parallel zur Reifung des Immunsystems möglich, was mit der Hypothese einer vorübergehenden Immundysregulation durch die Unreife des lymphozytären Systems junger Kätzchen übereinstimmt.
Die Diagnose stützt sich in diagnostisch schwierigen Fällen auf die Histopathologie, doch in der Praxis kann ein typisches klinisches Bild bei einem Kätzchen des betreffenden Alters den Behandlungsbeginn ohne vorherige histologische Bestätigung rechtfertigen. Therapeutisch sind topisches Tacrolimus und Hydrocortisonaceponat in lokaler Anwendung, zweimal täglich, die Optionen der ersten Wahl. Orale Steroide sind selten nötig. Die dokumentierten Behandlungsergebnisse sind günstig, mit vollständigen klinischen Remissionen innerhalb von zwei Wochen unter gut durchgeführter topischer Behandlung, wie Fälle zeigen, in denen Kätzchen mit beiden Ohrmuscheln voller dicker Plaques nach zwei Wochen zweimal täglicher Anwendung von Hydrocortisonaceponat eine vollständige Remission erreichen.

Proliferative und nekrotisierende Otitis externa bei einem Kätzchen
Die kutane Asthenie: eine angeborene Erkrankung ohne heilende Behandlung
Klinische und genetische Merkmale
Die kutane Asthenie, auch tiermedizinisches Ehlers-Danlos-Syndrom genannt, ist eine angeborene Bindegewebserkrankung bei Hunden und Katzen, gekennzeichnet durch eine bemerkenswerte Überdehnbarkeit der Haut. Die Besitzer beschreiben, dass die Haut beim geringsten Trauma spontan reißt, was eine tiefgreifende mechanische Brüchigkeit infolge einer strukturellen Anomalie des dermalen Kollagens widerspiegelt. Die Überdehnbarkeit der Haut ist bei der klinischen Untersuchung wirklich verblüffend: Die Besitzer können die Haut ihres Tieres in einem Ausmaß anheben und dehnen, das weit über das hinausgeht, was ein Untersucher erwartet. Paradoxerweise scheinen diese Patienten bei den Rissen keine Schmerzen zu zeigen, heilen gut ab und entwickeln in der Regel keine Sekundärinfektionen, ein bemerkenswerter Aspekt dieser Erkrankung.
Der Erbgang ist erblich, mit autosomal-dominanten und rezessiven Formen je nach Tierart und beteiligter Mutation. Mehrere Gene wurden bei den verschiedenen betroffenen Tierarten identifiziert. Die Kastration betroffener Tiere ist zwingend, um die Weitergabe der Mutation an die Nachkommen zu verhindern, und diese Empfehlung muss den Besitzern bereits bei der Diagnosestellung klar mitgeteilt werden.
Langfristige Betreuung
Bis heute gibt es keine heilende Behandlung der kutanen Asthenie. Die Betreuung ist daher ausschließlich symptomatisch und beruht auf dem wiederholten Nähen der Hautwunden im Laufe des Lebens des Tieres. Diese Eingriffe, die je nach Tier und seinen Aktivitäten häufig sein können, erfordern eine regelmäßige tierärztliche Überwachung und eine konsequente Aufklärung der Besitzer über Vorsichtsmaßnahmen zur Begrenzung von Hautverletzungen. Die Einschränkung potenziell verletzungsträchtiger Aktivitäten, wie Spiele mit anderen Tieren oder der Zugang zu Risikobereichen, und die Anpassung der Lebensumgebung sind die Säulen der Vorbeugung von Rissen. Auch die psychologische Begleitung der Besitzer ist wichtig, denn die lebenslange Betreuung eines Tieres mit kutaner Asthenie kann eine erhebliche emotionale und finanzielle Belastung darstellen, die schon bei der Mitteilung der Diagnose vorweggenommen werden sollte.
Fazit
Die pädiatrische Veterinärdermatologie umfasst ein breites Spektrum von Erkrankungen, von denen einige direkt mit der Unreife des Immunsystems zusammenhängen, andere mit infektiösen oder parasitären Erregern, die die Verletzlichkeit des jungen Organismus ausnutzen, und wieder andere mit Immundysregulationen oder angeborenen Bindegewebsdefekten. Bei einem Welpen oder Kätzchen mit Hautläsionen muss das diagnostische Vorgehen methodisch und hierarchisch sein und mit einer genauen Anamnese beginnen, einschließlich Herkunft des Tieres, Alter beim Auftreten der Zeichen und möglichem Befall der Wurfgeschwister, bevor die Zusatzuntersuchungen nach den wahrscheinlichsten Hypothesen ausgerichtet werden.
Die verfügbaren diagnostischen Hilfsmittel, Wood-Lampe, Trichogramm, Hautgeschabsel, Zytologie, Pilzkultur und Histopathologie, erlauben eine zuverlässige Diagnose, wenn sie gezielt und durchdacht eingesetzt werden. Therapeutisch müssen die Entscheidungen Alter, Gewicht und Rasse berücksichtigen, Wirkstoffe mit einer für junge Patienten passenden Zulassung bevorzugen und starke systemische Behandlungen Situationen vorbehalten, in denen der klinische Nutzen das Nutzen-Risiko-Verhältnis rechtfertigt.
Die jüngsten Fortschritte bei den Isoxazolinen zur Behandlung von Ektoparasitosen und bei Lokivetmab zur Behandlung der pädiatrischen atopischen Dermatitis haben die Praxis grundlegend verändert und wirksame, besser verträgliche therapeutische Alternativen geschaffen. Forschungsperspektiven bleiben offen, insbesondere zur Ätiopathogenese der juvenilen Zellulitis und der proliferativen und nekrotisierenden Otitis externa, deren zugrunde liegende Immunmechanismen teilweise noch unklar sind. Ebenso verdient die Bestimmung des optimalen Zeitpunkts für den Beginn einer spezifischen Immuntherapie bei atopischen Welpen gründliche prospektive Studien, um genaue klinische und biologische Kriterien für diese Entscheidung festzulegen.
Oliveira A. Dermatological diseases in paediatric patients. ESVD Conference, Bilbao, 2025